Unsere Systeme

Herausforderungen und Träger des täglichen Lebens

In unseren Systemen, also den Gruppen in denen wir uns intensiv bewegen – das kann neben dem Familiensystem auch der Freundeskreis oder die Fußballmannschaft sein - reagieren wir unbewusst aufeinander, spiegeln uns, versuchen uns abzugrenzen, bemühen uns um Harmonie. Alles vollkommen normaler Alltag sozusagen.

 

Probleme in solchen und insbesondere im Familiensystem machen oftmals unbewusst ablaufende Prozesse sichtbar. Sie fordern uns heraus. Nur bei den anderen und genauso wenig nur bei sich vermeintliche Fehler zu suchen oder ein linear-kausales Denken sind aus meiner Sicht oftmals nur begrenzt weiterführend. Vielmehr gilt es, den eigenen Blick dafür zu schärfen für die eigenen Triggerpunkte  und diese möglicherweise „entschärfen“ zu lernen, und ebenso gilt es, einen klaren Blick auf die ablaufenden, oft wie automatisierten, Prozesse und Interaktionen zu bekommen, um dann bewusst handeln zu können.

 

In anderen Worten: eine Mutter, die gelernt hat, ihr pubertierendes Kind mit einer gewissen emotionalen Distanz zu begleiten, kann sicherlich entspannter die Zeit erleben und die Entwicklung der Tochter, des Sohnes unterstützen, als eine Mutter, die sich durch die (natürlichen und erforderlichen) Reibungsprozesse dieser Entwicklungsstufe aufreiben und ständig auf die Palme bringen lässt.

 

Oder: das unfrohe Kind spiegelt möglicherweise die Probleme der Eltern und es bedarf des Blicks aus der Distanz auf das gesamte System, um dem Kind zu helfen. 

 

Oder: die unvermeindliche räumliche Enge durch Homeoffice und- oder Homeschooling fordert neben Nerven, Kreativität und Durchhaltevermögen auch neue Denkansätze und neue Verhaltensmuster.